Diepholzer Gänse

4 Gänse und 1 Ganter vertreten diese schöne Gänserasse auf unserem Hof. Sie dürfen bei uns ihren natürlichen Bedürfnissen auf unserem Teich und den Weiden nachgehen. Für die Nacht und als Schutz vor dem Fuchs steht ihnen ein großzügiger Stall zur Verfügung.

 

 

Kleine Tierkunde:

Die Diepholzer Gans ist eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen. Die freie und extensive Haltungsform erklärt ihre erblich bedingte Widerstandskraft und viel gelobte Futterdankbarkeit. Bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurden Diepholzer Gänse noch zu Tausenden auf die großen Gemeindeweideflächen an den Rand und in das große Moor ge-bracht. Sofern diese Flächen nicht zum Torfstich bestimmt waren, waren es Gänsehude. Die Tiere wurden erst wieder zusammengetrieben, wenn der Verkauf anstand. Auch die Aufzucht der Gössel war somit Naturbrut und geschah ohne Einflussnahme des Menschen. Die Weide-gans war so von klein auf gezwungen, sich in einem zahlenmäßig hohen Herdenverband von mehreren Tausend Tieren durchzusetzen, war den Witterungsverhältnissen ausgesetzt und musste dem kargen Angebot von Süß- und Sauergräsern in den Wiesenmooren trotzen. In dieser freien Wildbahn kam es naturbedingt dazu, dass sich zu der weißen "domestizierten“ Herde auch immer mal wieder wild lebende Graugänse gesellten. Diese Paarungen stabili-sierten fortlaufend die Robustheit der Herde. Die so gehaltenen Gänse konnten billiger auf den Märkten an den Mann gebracht werden als stall- oder hofgehaltene Tiere und senkten schon in den Massen den Preis erheblich. Sie waren ein nicht zu unterschätzendes Zubrot für die ansonsten ärmliche und genügsame Diepholzer Landbevölkerung. In der beginnenden In-dustrialisierung war ein Gänsebraten eine hochgeschätzte Delikatesse für die anwachsende Arbeitnehmerschaft an Rhein und Ruhr sowie in Deutschlands wachsenden Küstenstädten zum Ende des 19. Jahrhunderts. 1925 wurde die Diepholzer Gans als Rasse anerkannt. Mit nachlassender Nachfrage nach Schreibfederkielen, Daunenfedern und Gänsefleisch geriet sie in Vergessenheit und die großen Herden verschwanden.

 

Hofladen:

März bis Oktober täglich ab 17.30 Uhr

oder nach tel. Verein-barung

Von November bis Februar bitten wir um vorherige Anmeldung.

 

Besichtigung:

April bis Oktober

Freitag bis Sonntag ab 14.30 Uhr oder nach tel. Vereinbarung

Schweine-Leasing:

Am 08.06.2017 hat unsere Herzelinde 12 gesunde Ferkel ge-worfen. Es können noch Ferkel "geleast" werden!